Marleys unschlagbare Karriere als tauchender Hund

Wie alles begann

Wasser ist das Element des bekanntesten Wasserhundes - dem Labrador Retriever. Zu den Vorfahren dieser Wasserhunderasse gehört der Neufundländer. Lange bevor die Labis unsere Wohnzimmer bevölkerten, lösten sie den Neufundländer als Unterstützer der Fischer beim Fischfang ab. Da sie kleiner und leichter als der Neufundländer sind, beanspruchten sie im Fischerboot weniger Platz und ließen sich auch in tiefem Wasser einfacher ins Boot heben. Zu ihren Aufgaben zählte das Tauchen nach aus dem Boot gefallenen Gegenständen ebenso wie das Anlandziehen der Fischernetze im eisigen Wasser.

Wenn wunderts also, dass Marley als typischer Wasserhund eine Affinität zum kühlen Nass hat?

Bereits als Welpe war er kaum zu halten, wenn es ums Schwimmen ging. Kein Steg war zu hoch um von dort ins Wasser zu springen, kein Wetter zu kalt zum Schwimmen.

Kurz vor seinem 2. Geburtstag ereilte ihn ein böses Schicksal: Kreuzbandriss! Daher mussten wir seinen ausgeprägten Bewegungsdrang von einem Tag auf den anderen bremsen. Dann wurde er operiert. Nachdem die Narbe verheilt und sein Körper das künstliche Kreuzband gut angenommen hatte, ging es an den Muskelaufbau. Marley musste möglichst schonend lernen alle Gliedmaßen gleichmäßig zu benutzen. Also durfte er nun besonders viel und oft schwimmen. Da er besonders viel Spaß am Apportieren hat, durfte er immer Stöckchen, Bälle, Flaschen etc. von der Wasseroberfläche an Land bringen. So geschah es, dass er einmal übersah, wo der geworfene Gegenstand landete. Er schwamm zur Stelle, wo er ihn vermutete und suchte dort aufgeregt die Wasseroberfläche ab, wurde nicht fündig und tauchte einfach ab...

Von diesem Tage an zeigte er dieses Verhalten immer häufiger. Wir suchten nun nicht mehr nach schwimmenden Spielzeugen für Hunde, sondern nutzten Gummibälle, die schnell versinken. Marley freut sich riesig, wenn er Gegenstände vom Grund eines Sees, Flusses oder Swimmingpools aus dem Wasser bringen darf.

Es folgten kleinere und größere Wetten gegen unseren tauchenden Hund Marley...
...doch bis heute konnte ihn KEINER besiegen.

Wie VOX ("Wildes Wohnzimmer") auf uns aufmerksam wurde

Aufgrund des Artikels "Schussfeste Supernase" vom 18./19. Juli 2009 in der Märkischen Allgemeinen Zeitung wurden die Produzenten von "Wildes Wohnzimmer" (VOX) auf uns aufmerksam. Sie suchten einen tauchenden Hund und luden uns zu Dreharbeiten nach Bonn ein. Im Tauchcenter Monte Mare Rheinbach fand dann ein Tauchkontest statt.
Marley trat gegen einen Portugiesischen Wasserhund an.
Aufgrund des rauhen Bodens nutze sich Marley beim Training am Vorabend die Krallen so stark ab, dass der Dreh nur eingeschränkt möglich war.
Da die Betreiber des Monte Mare Rheinbach, die dem Geschehen beiwohnten, beeindruckend fanden, dass Marley tauchen kann, stellten sie ihm einen Tauchschein aus. Diesen gibt es eigentlich nur für Menschen nach bestandenem Tauchlehrgang.

Labrador Marley beim Indoor-Tauchen im Pfötchenhotel Beelitz

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Marley beim Tauchen in der Havel

So berichtete die Märkische Allgemeine Zeitung am 5. Januar 2010

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Marleys Tauchschein und -zertifikat