Erste Hilfe am Hund - Erste-Hilfe-Maßnahmen

Verbände anlegen
      Pfotenverband
Zecken entfernen
Insektenstich/Allergie
Sonnenstich
Hitzekollaps und Hitzschlag
Magendrehung/Torsio ventriculi
Schock
Bewusstlosigkeit
Atemstillstand
Herzstillstand

Verbände anlegen
Das Anlegen von Verbänden will geübt sein. Zum Einen muss ein Verband die Blutung stoppen oder die Wunde schützen, zum Anderen darf er nicht verrutschen oder abschnüren. Genau hier liegt die Schwierigkeit. Da Hunde im Gegensatz zu Menschen ein sehr geringen Weichteilgewebeanteil haben, kann ein falsch angelegter Verband nach kurzer Zeit zum Abschnüren und somit zum Absterben von Gewebeteilen führen. Um dies zu verhindern, MUSS JEDER Verband gut gepolstert werden. Hierbei dürfen auch die Verbandränder nicht vergessen werden! Das Polstermaterial (z.B. Watte) muss die Verbandenden überragen. Haben Sie Ihrem Hund einen Verband angelegt, sollten Sie ihn in der nächsten halben Stunde beobachten. Wenn Sie den Verband ausreichend unterpolstert haben und nach dieser Zeit keine Schwellungen entstehen, ist der Verband korrekt angelegt.

Pfotenverband
Sollte der Hund eine Wunde an der Pfote haben, die einen Verband erfordert, so bedecken Sie die Wunde mit einer Wundauflage. Danach polstern Sie alle Zehenzwischenräume (auch zwischen Zehen und Ballen!). Vergessen Sie nicht, die Daumenkralle zu polstern, da diese sonst zu Scheuerwunden unter dem Verband führt.

Bedenken Sie bitte auch, dass Sie die Pfote des Hundes beim Verbinden in anatomisch korrekter Position belassen, damit sich der Hund mit Pfotenverband möglichst ungehindert bewegen kann und keine zusätzlichen Schmerzen durch den Verband erleidet. Dann umwickeln Sie die Pfote mit dem Polstermaterial bis über das nächste Gelenk. Erst danach wird die Polsterung mit der Binde fixiert.

Wenn Sie einen Gliedmaßenverband anlegen, wird immer das nächstgelegene Gelenk mit verbunden. Das heißt, bei einer Verletzung an der Pfote wird immer bis über das Hand- bzw. Sprunggelenk verbunden.
Auch wenn der Hund oberhalb der Pfote eine Verletzung hat, die einen Verband erfordert, wird die Pfote mit verbunden. Nicht vergessen: Die Polsterung (z.B. Watte) muss am oberen Ende des Verbandes herausschauen.

Auch wenn Sie den Verband gut angelegt haben und er nicht rutscht, sollte er nach maximal drei Tagen erneuert werden.

Zecken entfernen
Zecken sind kleine Spinnentiere, die sich zwischen März und Oktober im hohen Gras, Unterholz oder Büschen aufhalten und dort warten, bis ein Wirt sie abstreift. Auf dessen Körper krabbeln sie dann bis zu drei Stunden herum, um eine geeignete Stelle zum Blut saugen zu finden.

Eine Gefahr geht von Zecken in sofern aus, dass sie gefährliche Krankheiten (z.B. Borreliose und FSME - Frühsommer-Meningo-Enzephalitis/Gehirnhautentzündung) mit ihrem Speichel übertragen.

Entdecken Sie an Ihrem Hund eine Zecke, sehen Sie von "Hausmittelchen" wie das Übergießen der Zecke mit Öl, Klebstoff, etc. unbedingt ab. All dies würde die Zecke stressen und dazu veranlassen, noch mehr Speichel in die Wunde abzusondern.
Spreizen Sie die Haare des Hundes an der Stelle wo sich die Zecke befindet. Setzen Sie die Pinzette/Zeckenkarte direkt am Kopf der Zecke an und ziehen Sie sie ohne Drehen (Zecken haben kein Gewinde!) oder Quetschen heraus. Hierbei sollte die Zugrichtung vom Kopf der Zecke in Richtung Hinterteil erfolgen.

Die Bildung einer bis zu kastaniengroßen Schwellung an der Wundstelle ist normal. Beugen Sie einem Zeckenbefall immer vor, z.B. durch Zeckenhalsbänder, Spot-On-Produkten oder einfach durch Absuchen des Hundes nach jedem Spaziergang.

Insektenstich/Allergie
Häufig werden Insektenstiche gar nicht erst bemerkt. In den meisten Fällen wird der Hund am Fang, im Gesicht und an den Pfoten gestochen. Gefährlich sind Stiche im Maulinnenraum/Rachen. Wie bei den Menschen gibt es auch unter Hunden Allergiker (häufiger unter kurzhaarigen Rassen). Dies äußert sich häufig durch Quaddelbildung der Haut am ganzen Körper.

Besonders gefährlich ist es, wenn die Schleimhäute des Hundes anschwellen (bei Stichen im Rachenraum). Dabei kann es zu Erstickungsanfällen und sogar zum anaphylaktischen Schock kommen.

Sollte Ihr Hund gestochen worden sein und der Stachel steckt noch fest, entfernen Sie ihn vorsichtig mit einer spitzen Pinzette. Achten Sie darauf, dass Sie nicht an die Giftblase des Stachels stoßen und diese versehentlich ausdrücken.

Bei Stichen im Maulinnenraum können Sie eine Schwellung verringern, indem Sie dem Hund Speiseeis, kalten Jogurt, Quark etc. anbieten. Das Füttern von Traubenzucker kann leichte allergische Reaktionen minimieren, jedoch lässt sich bei einer schweren Allergie damit nichts ausrichten.

Ist Ihnen bekannt, dass Ihr Hund Allergiker ist, führen Sie die Notfallmedikamente immer mit sich und suchen Sie im Zweifelsfall rechtzeitig einen Tierarzt auf. Sollte die Allergie durch einen Insektenstich ausgelöst worden sein, kühlen Sie die Stichstelle auf dem Weg zum Tierarzt.

Sonnenstich
Bei direkter, langandauernder Sonneneinstrahlung auf den Kopf des Hundes entsteht ein Wärmestau im Gehirn. Dieser wird als Sonnenstich bezeichnet. Die Symptome eines Sonnenstichs sind ähnlich wie beim Hitzekollaps/Hitzschlag. Hinzu kommen allerdings Kopf- und Nackenschmerzen. Meist stellen sich Krämpfe und Bewusstlosigkeit sehr schnell ein. Leider wird ein Sonnenstich häufig zu spät erkannt und endet daher oft tödlich. Bei der Behandlung eines Sonnenstichs verfahren Sie wie bei einem Hitzekollaps/Hitzschlag.

Hitzekollaps und Hitzschlag
Hat der Hund bei heißem Wetter keine Möglichkeit zur Abkühlung, kann sich sein Körper schnell überhitzen. Die Folge dessen könnte ein Hitzekollaps sein. Durch Erweiterung der Blutgefäße versucht der Körper sich abzukühlen. Die Blutmenge verteilt sich auf die peripheren Bereiche des Körpers (Gliedmaßen). Geschieht dies auch noch in Verbindung mit körperlich anstrengender Arbeit, kommt es zum Hitzekollaps, auf den dann ohne Behandlung der Hitzschlag folgt. Besonders gefährdet sind zu dicke und Hunde mit langem, dichtem Fell.

Achten Sie darauf, dass Sie im Sommer bei langen Spaziergängen, dem Training und beim Spielen dem Hund immer die Möglichkeit zur Abkühlung bieten (Schatten, viel Trinken, Baden).

Beim beginnenden Hitzekollaps erhöhen sich Puls- und Atemfrequenz. Der Hund keucht oder hechelt sehr stark. Weitere Anzeichen sind prall rote Schleimhäute und prall gefüllte Episkleralgefäße. Schaffen Sie hier nicht sofort Abhilfe, kommt es zum Hitzschlag. Die Körpertemperatur erreicht lebensgefährliche Werte (41-43°C!). Die Bewusstseinstrübung stellt sich ein. Dies erkennt man daran, dass der Hund auf Ansprechen schlecht reagiert, sich schwankend fortbewegt oder einfach fallen lässt. Oft erbricht sich der Hund und beginnt zu krampfen. Ohne Hilfe folgt die Bewusstlosigkeit.

Bringen Sie den Hund schnellstmöglich an einen kühlen Ort (Schatten). Kühlen Sie seine Körpertemperatur herunter. Spontanes Übergießen mit Wasser kann den Kreislauf sehr belasten! Besser ist, wenn Sie ihn systematisch von unten nach oben und von hinten nach vorne mit Wasser abkühlen. Bieten Sie dem Hund kühles Trinkwasser an und suchen Sie schnellstmöglich einen Tierarzt auf.

Magendrehung/Torsio ventriculi
Eine Magendrehung kann bei allen Hunderassen vorkommen. Allerdings sind Hunde mit einem tiefen Brustkorb besonders gefährdet (so z.B. Boxer, Dobermann, Schäferhund, Retriever, Doggen, Irischer Wolfshund, etc.). Bei erwachsenen Hunden ist die Wahrscheinlichkeit eine Magendrehung zu erleiden größer als bei Jungtieren. Die Auftretenswahrscheinlichkeit einer Magenumdrehung ist besonders hoch, wenn sich der Hund unmittelbar nach der Fütterung viel bewegt (z.B. beim Training, Herumtoben/Spielen, aber auch beim Wälzen im Gras). Entscheidend hierfür ist jedoch nicht die Futterqualität, sondern lediglich der Mageninhalt. Also kann theoretisch auch ein Schluck Wasser in Verbindung mit viel Bewegung ausreichen um eine Magendrehung auszulösen. Deshalb sollten Sie vorbeugend vor und nach den Fütterungszeiten mindestens eine Stunde (!) Ruhe für Ihren Hund einplanen. Keine Verdauungsspaziergänge für den Hund! Füttern Sie Ihren Hund lange vor oder erst nach seinen gewohnten Spiel- und Trainingszeiten. Vermeiden Sie die übermäßige Futteraufnahme. Wenn möglich steigen Sie auf hochwertiges Futter um, welches bei geringerer Gesamtfuttermenge dem Hund dennoch ausreichend Nährwerte liefert.
Diese Vorbeugungen können eine Magendrehung nicht ausschließen, sie können lediglich das Risiko minimieren.
Verhält sich Ihr Hund (scheinbar ohne Auslöser) sehr unruhig oder apathisch (zeigt ein gestörtes Allgemeinbefinden), würgt er ohne sich erbrechen zu können, so sollten Sie jetzt in höchster Alarmbereitschaft sein. Weitere Symptome sind flache, schnelle Atmung und ein kaum fühlbarer, rasender Puls. Seine Schleimhäute sind blass und er hat eine lange kapilläre Rückfüllungszeit. Ohren und Pfoten fühlen sich kalt an. Der Hund hat hochgradige Schmerzen! Sein Bauch ist knochenhart und bläht schnell auf. Nach kurzer Zeit fällt er in den Schockzustand.

Verlieren Sie keine Zeit und bringen Sie den Hund unverzüglich (auch beim geringsten Verdacht auf Magendrehung!) zum nächsten Tierazt oder in die Tierklinik! Informieren Sie den Tierarzt schon auf dem Weg zu ihm telefonisch! So hat er die Möglichkeit schon alles für die OP vorzubereiten. Bei einer Magenumdrehung dürfen Sie keine Zeit verlieren, denn ohne eine schnelle Not-OP verstirbt der Hund schon nach einer Stunde (manchmal leider auch noch schneller).

Schock
Die Ursache eines Schocks ist kein (wie in der Umgangssprache gebräuchlich) Schreck. Ein Schockzustand entsteht, wenn die im Körper vorhandene Blutmenge den tatsächlichen Bedarf an Blut nicht decken kann, dadurch senkt sich der Blutdruck. Das Blut kann die Zellen des Körpers nicht mehr mit ausreichender Sauerstoffmenge versorgen. Beim beginnenden Schock verengen sich die Blutgefäße und der Herzschlag nimmt deutlich zu. Die peripheren Bereiche des Körpers (Beine, Rute etc.) werden nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt um die Blutzirkulation lebenswichtiger Organe (Herz, Gehirn) weiterhin zu gewährleisten. Werden die Schockursachen sofort abgestellt, kann sich der Hund in diesem Schockstadium wieder erholen. Hält ein Schockzustand länger an, kann der Hund (wenn überhaupt) nur durch tierärzliche Hilfe überleben. Die Folgen eines Schocks können schwere Schädigungen oder gar das Absterben von Organen sein.

Ein Schock kann ausgelöst werden durch einen hohen Blutverlust (starke innere und/oder äußere Blutungen), durch den Verlust von Elektrolyten, Eiweiß, Gewebsflüssigkeit (z.B. bei ödemen, Erbrechen, hohem Fieber, langanhaltendem Durchfall, Magendrehung, Quetsch- und Brandwunden, Nierenkrankheiten u.v.m.). Auch Vergiftungen, Allergien (anaphylaktischer Schock, z.B. durch Insektenstich), Medikamentenunverträglichkeit, Infektionen mit Viren oder Bakterien, starke Schmerzen u.v.m. können einen Schock auslösen.

Das Verhalten des Hundes allein betrachtet, bietet keine zuverlässigen Anzeichen für einen Schockzustand. So ist es möglich, dass sich der Hund sehr unruhig verhält und stark hechelt, aber er kann auch teilnahmslos wirken (Apathie). Mögliche Symptome sind ein flacher, schneller Puls, ein starker Herzschlag, kalte Extremitäten, lange kapilläre Rückfüllungszeit (KRZ), geringe Füllung der Episkleralgefäße, rote oder bleiche Schleimhautfarbe.

Stellen Sie fest, dass sich Ihr Hund in einem Schockzustand befindet, beseitigen Sie die Auslöser (z.B. Blutung stoppen). Bringen Sie den Hund in Schocklage (Hinterteil erhöht lagern).

Sichern Sie seine Atmung. Erleichtern Sie ihm das Atmen indem Sie seinen Kopf ein wenig überstrecken. Prüfen Sie immer wieder die Vitalfunktionen (Atmung, Puls). Achten Sie darauf, dass der Hund nicht auskühlt. Bedecken Sie seinen Körper mit Ihren Kleidungsstücken. Bieten Sie Ihm Wasser an (noch besser: Traubenzuckerlösung). Ist der Hund bewusstlos, achten Sie darauf, dass seine Atemwege frei bleiben und Erbrochenes ungehindert abfließen kann.
Wenn möglich transportieren Sie ihn mit erhöhtem Hinterteil (z.B. auf einem Brett) umgehend zum Tierarzt!

Bewusstlosigkeit
Die Ursachen für Bewusstlosigkeit sind sehr vielfältig. Hier nur einige Beispiele: starke Blutung, Vergiftung, Verkehrsunfall, Schock, Sauerstoffmangel, Sonnenstich, Hitzekollaps, Hitzschlag, etc. Der bewusstlose Hund zeigt wenig oder keine Reaktion auf Geräusche und Berührung, jedoch sind Puls und Atmung noch stabil.
Kennen Sie die Ursachen, z.B. Hitzschlag, starke Blutung, so stellen Sie diese schnellstmöglich ab und bringen den Hund in die "stabile Seitenlage". Sind keine Ursachen bzw. keine äußerlichen Verletzungen zu erkennen, so versuchen Sie (wenn möglich), den Hund auf seine rechte Körperseite zu legen (So liegt der Hund schon in der richtigen Position, um eine Herzdruckmassage auszuführen, wenn es plötzlich zum Herzstillstand kommt.). Achten Sie darauf, dass Sie dem Hund das Atmen erleichtern und Erbrochenes abfließen kann. überstrecken Sie seinen Kopf leicht (Nasenrücken, Schädeldecke und Wirbelsäule bilden eine Linie).

Ziehen Sie seine Zunge etwas aus dem Maul, damit er diese nicht verschlucken kann. Überprüfen Sie immer wieder die Vitalwerte (Puls und Atmung)! Suchen Sie schnellstmöglich einen Tierarzt auf.

Atemstillstand
Ein Atemstillstand ist wie beim Menschen innerhalb weniger Minuten tödlich. Daher müssen Sie eine Möglichkeit finden, den Hund bis zur Ablösung durch den Tierarzt zu beatmen (also auch auf dem Weg dahin!).
Beim Atemstillstand sind die Ursachen sehr vielfältig, z.B. Kehlkopfverletzung, Einatmen von Erbrochenem (bei Bewusstlosigkeit), Wasser, Blut, Futter, durch Anschwellen der Schleimhäute (bei Allergie, Insektenstich), Verschlucken von Fremdkörpern (Spielzeug), etc.

Ist die Atmung des Hundes vorhanden, jedoch durch einen Fremdkörper behindert, so heben Sie ihn an den Hinterbeinen an und befreien ihn von diesem durch einen beherzten Schlag zwischen die Schulterblätter oder von unten gegen den Brustkorb.

Sind keinerlei Atembewegungen sicht-, hör- oder fühlbar und die Schleimhäute zeigen eine bläuliche Färbung, hat der Hund einen Atemstillstand.
Schauen Sie dem Hund ins Maul und entfernen Sie mögliche Fremdkörper. Durch einen kurzen, aber kräftigen Zug an der Zunge, gleichzeitig verbunden mit einem kurzen, kräftigen Druck auf den Brustkorb, können Sie den Atemreflex eventuell wieder auslösen. Beginnt er nicht sofort selbstständig mit der Atmung, müssen Sie Ihn beatmen.
Stark vereinfacht ist die Luftröhre nichts anderes als ein "Schlauch". Damit Atmenluft hindurch kann, darf die Luftröhre keinen Knick haben. Achten Sie darauf, dass Sie den Kopf leicht überstrecken (Nasenrücken, Schädeldecke und Wirbelsäule bilden eine Linie). Beatmen Sie den Hund durch die Nase und umschließen Sie den restlichen Fang mit den Händen, damit die Luft dort nicht wieder entweichen kann.

Bei kleinen Hunden können Sie mit dem Mund den gesamten Fang umschließen. Heben Sie hierfür den Kopf nicht an (sonst Knick im "Schlauch")!!! Durchschnittlich macht ein Hund bis zu 12 Atemzüge in der Minute, also müssen Sie ihn alle fünf bis sieben Sekunden beatmen. Achten Sie darauf, dass Sie ihm Zeit zum Ausatmen lassen. Beatmen Sie erst wieder, wenn sich der Brustkorb gesenkt hat. Überprüfen Sie immer wieder die Vitalwerte (Puls und Atmung). Fahren Sie mit der Beatmung fort, bis der Hund entweder wieder eigenständig atmet oder Sie vom Tierarzt abgelöst werden.

Geben Sie niemals auf! Beenden Sie die Beatmung erst, wenn der Hund sichere Todesanzeichen (Fehlen von Lidschluss- und Pupillenreflex, extrem geweitete Pupillen) zeigt.

Herzstillstand
Ist der Hund bewusstlos, zeigt keinerlei Atembewegung und hat keinen Puls, ist er klinisch tot. Jedoch tritt der Hirntod erst später ein. Bis zum Hirntod sind noch Chancen vorhanden, dem Hund das Leben zu retten. Beginnen Sie unverzüglich (auch auf dem Weg zum Tierarzt!) mit der Reanimation. Legen Sie den Hund auf seine rechte Seite. Befreien Sie seinen Maulinnenraum von möglichen Fremdkörpern (diverse Gegenstände, Erbrochenes, etc.). Überstrecken Sie seinen Kopf leicht (Nasenrücken, Schädeldecke, Rücken bilden eine Linie). Versuchen Sie den Atemreflex auszulösen (kurzer, kräftiger Zug an der Zunge). Geschieht daraufhin nichts, schieben Sie sein linkes Vorderbein etwas nach vorne (Etwas über dem Ellenbogen, direkt unter dem linken Vorderbein in Normalstellung befindet sich sein Herz.). Schlagen Sie mit der Faust fest (bei kleinen Hunden nur mit dem Finger) auf sein Herz. Dies bezeichnet man als präcordialen Faustschlag (sogenannte "Starthilfe"). Hat der Hund daraufhin noch immer keinen Puls, beginnen Sie die Reanimation (diese beinhaltet natürlich immer auch die Beatmung!).

Sind Sie alleine, so führen Sie immer abwechselnd 15 Herzdruckmassagen (Druckpunkt wie beim präcordialem Faustschlag) und zwei Beatmungen durch; haben Sie einen Helfer, so jeweils fünf Herzdruckmassagen und eine Beatmung.

Vergessen Sie nicht, die Vitalwerte (Puls und Atmung) zu kontrollieren. Fahren Sie solange so fort, bis der Hund selbstständig atmet und wieder einen Puls hat, Sie vom Tierarzt abgelöst werden oder der Hund sichere Todesanzeichen aufweist (Fehlen von Lidschluss- und Pupillenreflex, extrem geweitete Pupillen).

Verbände anlegen
      Pfotenverband
Zecken entfernen
Insektenstich/Allergie
Sonnenstich
Hitzekollaps und Hitzschlag
Magendrehung/Torsio ventriculi
Schock
Bewusstlosigkeit
Atemstillstand
Herzstillstand