Erste Hilfe am Hund - Tragen/Heben

Tragen zu zweit
Tragen allein
Heben

Ist das Ausmaß der Verletzungen des Hundes derart hoch, dass er sich nicht mehr selbstständig fortbewegen sollte oder er es eventuell gar nicht mehr kann, muss er getragen werden.

Tragen zu zweit
Das Tragen mit Hilfe einer Decke ist für den Hund sehr schonend, da es ihm ein Verharren in Schonhaltung ermöglicht. Sollte er nicht mehr aufstehen können, schieben Sie die Decke vorsichtig unter ihm durch. Rollen Sie die Enden etwas zusammen So bildet sich eine Wulst, die man gut festhalten kann. Heben Sie den Hund langsam(!) und vorsichtig hoch. So können Sie ihn zumindest bis zum Auto transportieren.


(Vielen Dank an Denny Specht.)

Um den Hund beruhigen zu können und Veränderungen seines Gesundheitszustandes sofort zu bemerken, sollte der Hundebesitzer am Kopfende der Decke anfassen.

Zur Ruhigstellung des Hundekopfes können Sie mit dem Daumen unter dem Halsband hindurchfassen und die Decke trotzdem festhalten.

Wenn Ihnen ein Helfer zur Verfügung steht, so bitten Sie Ihn, mit anzupacken. Eine Person (der Hundehalter) hebt den vorderen Teil des Hundes. Dazu greifen Sie mit der einen Hand unter den Bauch (hinter den Vorderbeinen) und mit der anderen unter die Brust (vor den Vorderbeinen). Achten Sie darauf, dass der Hund nicht auf dem Hals liegt, dies wird ihm schnell unbequem und behindert seine Atmung.
Die zweite Person greift mit der einen Hand unter den Bauch und mit der anderen Hand in die Kniekehlen.
Mit dieser Tragemethode lassen sich selbst große und schwere Hunde längere Strecken transportieren. Beim Tierarzt ist dies eine gute Möglichkeit, um den Hund auf den Behandlungstisch zu heben.

Tragen allein
Greifen Sie dem Hund mit der einen Hand vor den Vorderbeinen unter den Brustkorb und mit der anderen Hand in die Kniekehlen. Führen Sie dabei Ihre Arme vor dem Körper etwas zusammen, dies erleichtert Ihnen das tragen und ist für den Hund nicht unangenehm. Achten Sie darauf, dass der Hund nicht mit dem Hals auf Ihrem Arm aufliegt. Dies wird ihm schnell unangenehm und erschwert seine Atmung.
Haben Sie einen Hund mit langer gerader Rute (z.B. Labrador, Schäferhund, Dobermann, etc.), ist es empfehlenswert, die Rute in den Griff mit einzubinden. Müssen Sie nun an vielen Hindernissen vorbei (enge Treppfenaufgänge o.ä.), so müssen Sie sich nicht darauf konzentrieren, dass die Rute des Hundes irgendwo anstoßen oder abknicken könnte.

Sind Sie alleine und müssen einen schweren Hund über einen längeren Weg transportieren, so ist es einfacher, wenn Sie ihn über Ihre Schultern legen. Trägt man den Hund vor dem Körper (siehe oben), lässt die Kraft in den Armen erfahrungsgemäß sehr schnell nach. Tragen Sie den Hund auf den Schultern, so können Sie ihn eine längere Strecke transportieren.
Suchen Sie sich in Ihrer Umgebung eine Erhöhung aus (z.B. Parkbank, Baumstamm) und stellen Sie Ihren Hund darauf. Stecken Sie den Kopf direkt hinter den Vorderbeinen unter dem Hund durch, während Sie mit der einen Hand seinen Brustkorb stützen und mit der anderen Hand in seine Kniekehlen greifen. Achten Sie darauf, dass der Hund nicht mit seinem Bauch oder Genitalien, sondern mit seinem Brustkorb auf Ihrem Nacken liegt. Druck auf den Bauch oder den Genitalbereich ist für den Hund unangenehm oder sogar schmerzhaft, daher wird er sich nicht ruhig verhalten und mit Zappeln oder Gegenwehr versuchen, diesen Zustand zu beenden.

Heben
Sind die Vorderbeine des Hundes unverletzt und voll funktionsfähig, jedoch beide Hinterbeine stark eingeschränkt oder gar nicht mehr funktionsfähig (z.B. beidseitige Knochenbrüche oder Lähmung), so empfiehlt sich ein Heben der Hinterhand um den Hund zum Tierarzt zu transportieren.
Nehmen Sie eine zweite Leine (Gürtel oder ähnliches), polstern Sie diese gut (mit Pullover, T-Shirt oder Jacke) und führen Sie diese unter dem Hund hindurch. Führen Sie einen Arm durch diese Schlinge und heben Sie die Hinterpartie des Hundes mit Hilfe der Schlinge an. Mit der freien Hand greifen Sie ins Halsband, um den Hund zu lenken.


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